Wir suchen für unser Team

 

 

Buchhaltungsfachkraft (m/w/n)

Steuerfachangestellte (m/w/n)

Steuerfachwirt (m/w/n)

 

 

Auf Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen freuen wir uns.

 

Für Rückfragen stehe wir selbstverständlich gerne zur Verfügung.

 

 

 

 

Mandanteninformationen

Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Mandanteninformationen (in Bearbeitung).

 

Corona-Maßnahmen

1. Absenkung des Umsatzsteuersatzes

 

Überraschend hat die Regierungskoalition im Rahmen des Konjunktur- und Krisenbewältigungspakets am 3.6.2020 unter anderem verkündet, den Umsatzsteuersatz temporär abzusenken.

▪ Vom 1.7.2020 bis 31.12.2020 soll der Regelsteuersatz (§ 12 Abs. 1 UStG) von derzeit 19 % auf 16 % abgesenkt werden.

▪ Vom 1.7.2020 bis 31.12.2020 soll der ermäßigte Steuersatz (§ 12 Abs. 2 UStG) von derzeit 7 % auf 5 % abgesenkt werden.

▪ Das Vorhaben steht unter dem Vorbehalt der Verabschiedung durch Bundestag und Bundesrat – die ! Regelung soll durch § 28 Abs. 1 bis Abs. 3 UStG im 2. Corona-Steuerhilfegesetz umgesetzt werden.

▪ Eine Anpassung der Durchschnittssteuersätze (bei land- und forstwirtschaftlichen Betrieben und der ! Vorsteuerpauschalierung) ist nicht vorgesehen.

 

ABGRENZUNG VON STEUERENTSTEHUNGSMÖGLICHKEITEN

Ausführung einer Leistung Leistung Anzahlung (Vorauszahlung) Teilleistung Steuersatz bestimmt sich nach den Bedingungen zum Zeitpunkt der Ausführung der Leistung oder der Teilleistung Nur vorläufige Entstehung der Umsatzsteuer

 ▪ Voraussetzungen für Teilleistung (§ 13 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a Satz 2 und Satz 3 UStG):

 ▪ Es muss sich um eine wirtschaftlich sinnvoll abgrenzbare Leistung handeln und

 ▪ es muss eine Vereinbarung über die Ausführung der Leistung als Teilleistungen vorliegen, die Teilleistung muss gesondert abgenommen und abgerechnet werden.

 

EINZELFALL (ANZAHLUNGEN)

▪ Anzahlungen: Anzahlungen konservieren niemals den Steuersatz des Zeitpunkts, in dem die Anzahlung zufließt, § 27 Abs. 1 Satz 2 UStG. 

▪ Bei Zufluss einer Anzahlung vor dem 1.7.2020 entsteht eine USt von 19 %; z.B. bei Anzahlung von (50 %) 5.950 EUR entsteht eine USt von 950 EUR.

▪ Bei Leistungserbringung ab dem 1.7.2020 (bis 31.12.2020) entsteht eine USt insgesamt von 16 %; die Anzahlung wird um 3 % entlastet“. 

--> Schlussrechnung: 10.000 EUR + 1.600 EUR USt; Restzahlung 5.650 EUR; Restzahlung zur USt: 650 EUR; Anzahlungsrechnung ist zu berichtigen bzw. USt muss offen abgesetzt werden.

 

Umsetzung in den Voranmeldungen: Offensichtlich plant die Finanzverwaltung nicht, für die Zeit der Absenkung der Umsatzsteuer „neue“ (geänderte) Umsatzsteuer-Voranmeldungen herauszugeben (steht aber m. E. derzeit noch nicht abschließend fest). Anzahlungen sind zu berichtigen, der zum abgesenkten Steuersatz ausgeführte Umsatz ist (wahrscheinlich) unter „steuerpflichtige Leistungen zu anderen Steuersätzen“ zu erklären.

 

 

 

 

Informationen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

 

Informationen für Unternehmer

 

Informationen für alle

  • BVerfG erklärt Bemessungsgrundlage der Grundsteuer für verfassungswidrig

    Lange schon wurde bezweifelt, ob die derzeitigen Regelungen zur Einheitsbewertung als Bemessungsgrundlage für die Grundsteuer noch zeit- und verfassungsgemäß sind. Im Rahmen der Einheitswertermittlung wird auf Grundstückswerte zurückgegriffen, die bereits Jahrzehnte zurückliegen. Nun hat das BVerfG mit aktuellem Urteil vom 10.04.2018 (1 BvL 11/14) entschieden, dass die Einheitsbewertung von Grundvermögen in den alten Bundesländern (ab 2002) als verfassungswidrig anzusehen ist. Mit dem Urteil gehen Aufträge des Gerichts an den Gesetzgeber einher, innerhalb bestimmter Fristen eine verfassungskonforme Regelung zu schaffen.

    BVerfG vom 10.04.2018- 1 BvL 11/14, 1 BvL 12/14, 1 BvL 1/15, 1 BvR 639/11
     
  • Übungsleiterpauschale: Abzug der Aufwendungen eines nebenberuflich als Sporttrainer tätigen Übungsleiters

    Erzielt ein Sporttrainer, der mit Einkünfteerzielungsabsicht tätig ist, steuerfreie Einnahmen unterhalb des sog. Übungsleiterfreibetrags nach § 3 Nr. 26 EStG (2.400 €), kann er die damit zusammenhängenden Aufwendungen insoweit abziehen, als sie die Einnahmen übersteigen.

    BFH vom 20.12.2017- III R 23/15
     
     
 

 

Steuererklärungsfristen werden verlängert

 

Ab dem Steuerjahr 2018 gilt eine neue Frist für alle Steuererklärungen: Diese müssen dann erst bis zum 31. Juli des Folgejahres (für die Steuererklärung 2018 also bis zum 31. Juli 2019) beim Finanzamt eingehen. Wenn Sie einen Steuerberater mit der Erstellung der Steuererklärung beauftragen, hat dieser künftig bis zum 28/29. Februar des übernächsten Jahres Zeit, die Steuererklärungen abzugeben. Für die Steuererklärung 2018 wäre also der 28./29. Februar 2020 Fristende.

 

Hintergrund: Bei der Änderung des Steuergesetzes wurde berücksichtigt, dass dem Steuerberater für eine optimale Beratung auch ausreichend Zeit zur Verfügung stehen sollte.

 

Achtung: In Ausnahmefällen kann das Finanzamt einzelne Steuererklärungen auch schon vor der Frist für Steuerberater (28./29. Februar des übernächsten Jahres) anfordern. Falls das Finanzamt Steuererklärungen vorab anfordert, bleiben Ihnen jedoch mindestens 4 Monate Zeit für die Erstellung der betreffenden Steuererklärungen. Zudem dürfen diese Steuererklärungen auch erst frühestens für den 31. Juli des Folgejahres (normale Frist für Steuererklärungen, die ohne Steuerberater erstellt werden) angefordert werden.

 

 

Verspätungszuschläge

 

Mit der Verlängerung der Abgabefristen wird auch der Verspätungszuschlag im Steuergesetz neu geregelt. Ob ein Verspätungszuschlag festgesetzt wird, entscheidet nach wie vor der Bearbeiter im Finanzamt. Ausschlaggebend ist dabei aber künftig nur noch das Nicht-Einhalten des Abgabetermins. Der Verspätungszuschlag droht auch dann, wenn die Steuer 0 Euro (Nullfestsetzung) beträgt oder es gar zu einer Steuererstattung kommt. Bei der erstmaligen Verspätung wird in der Regel ein Auge zugedrückt – es sei denn, dass es zu einer größeren Steuernachzahlung kommt.

 

Das Steuergesetz gibt die Berechnung des Verspätungszuschlags vor. Bei Jahressteuererklärungen beträgt dieser für jeden angefangenen Monat der Verspätung 0,25 % der Steuernachzahlung, mindestens jedoch 25 EUR je Monat. Durch diese detaillierte Vorgabe im Steuergesetz sollen Rechtsstreitigkeiten vermieden werden.

 

Außerdem werden durch die Mindestbeträge künftig auch Fälle mit Nullfestsetzung oder Steuererstattung nicht vom Verspätungszuschlag verschont.

 

 

Keine zwingende Vorlage von Belegen

 

Eine erhebliche Vereinfachung dürfte die Neufassung des Steuergesetzes in Bezug auf die Belegvorlage sein. Der Grund: Künftig müssen mit der Steuererklärung keine Belege mehr eingereicht werden. Das Finanzamt kann die Unterlagen aber bei Bedarf anfordern. Damit wird aus einer Belegvorlagepflicht eine Belegvorhaltepflicht.

 

Natürlich steht es Steuerzahlern nach wie vor frei, Belege freiwillig an das Finanzamt zu übermitteln. Das kann beispielsweise dann empfehlenswert sein, wenn man ungewöhnliche bzw. ungewöhnlich hohe abzugsfähige Kosten hatte und eine Nachfrage des Finanzamts sehr wahrscheinlich ist. In diesem Fall beschleunigt ein Mitsenden der entsprechenden Belege das Verfahren und ggfs. die Steuererstattung.

 

Tipp: Mit Einwilligung des Spenders können z.B. die Empfänger von Spenden die Zahlung künftig auch elektronisch an die Finanzverwaltung melden. Dann entfällt hierfür auch die Belegvorhaltepflicht.

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Dipl. Finanzwirt (FH)